Startseite
Gemeinde
Spenden der Bürger sollen Hillerser Ehrenmal retten
Sanierungsbedürftig: Das Hillerser Ehrenmal
Fotos (2): Brendgens
Johannes Pohl mit einem Spendenträger für das Ehrenmal
Gemeinde legt Sanierung in die Hände von Johannes Pohl und Rolf Busse - Rat wird über Zuschlag an Steinmetzfirma entscheiden
Von Enno Brendgens
HILLERSE. Die Pläne zur Sanierung des Hillerser Ehrenmals sind jetzt ein gutes Stück vorangekommen.
Zwei engagierte Bürger sammeln nun Spenden, damit die maroden Steine an der St.-Viti-Kirche
ersetzt werden können.
Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig, dass die Sanierung des
Ehrenmals in die Hände von Rolf Busse, Vorsitzender des Kirchenvorstands, und Johannes Pohl,
Vorsitzender des Sozialverbandes Hillerse, gegeben wird. Beide hatten sich bereits für das
Ehrenmal eingesetzt, schon 600 Überweisungsscheine für
Spenden drucken lassen. Das Geld geht nun auf ein Konto der Samtgemeinde bei der Volksbank
AllerOker. Und die ersten Summen sind schon zugesichert: 2000 Euro werde die Gemeinde zuschießen,
die Sache sei "zuwendungsfähig", erklärte der Hillerser Bürgermeister
Detlef Tanke.
Weitere Spenden im vierstelligen Bereich seien schon eingegangen oder zugesichert. Zu einem Termin,
wann das Ehrenmal fertig sein soll, wollte sich Johannes Pohl vorgestern gegenüber der
Rundschau nicht äußern. Gerne hätte man die Sanierung bis zum Volkstrauertag
geschafft, aber dies sei nicht mehr realistisch. Unklar ist auch noch. welche Firma den Zuschlag
bekommen wird. Laut Pohl liegen mehrere Angebote vor, unter anderem eines von einer polnischen
Firma, das preislich deutlich unter dem eines Anbieters aus der Samtgemeinde liege. Entscheiden
werde der Rat.
Nachdem im vergangenen Herbst die Schäden am Ehrenmal festgestellt worden waren, hatte es
verschiedene Ideen zur Sanierung gegeben, die im Ort diskutiert worden waren.
Inzwischen ist klar, dass die Schäden so groß sind, dass nur ein Austausch der zwei
Steine in Frage kommt. Sie sollen dann nicht mehr aus Sandstein sondern aus - wesentlich
robusterem - Granit sein.
Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 07.07.2006