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Neuer Radweg nach Leiferde
HILLERSE/LEIFERDE (cf) Einen Tag bevor der Kreisausschuss kurzfristig darüber entscheidet, ob die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme "Radwegebau" für schwer vermittelbare junge Leute vom 1. Juni an fortgesetzt wird, gab es gestern zwischen Hillerse und Leiferde ein gutes Beispiel dieses Projekts zu sehen.
Die beiden
Bürgermeister Detlef Tanke
und Hermann Ebeling zerschnitten zusammen mit dem Ersten Kreisrat Gero
Wangerin ein symbolisches
Trassierband, das sich an der Gemarkungsgrenze über den 1550 Meter langen
Radweg spannte.
Etwa sechs Monate lang hatte ein Team von 16 jungen Leuten die Spur
entlang eines bestehenden Feldwegs mit
einer wassergebundenen Schotteroberfläche versehen.
Zwei von ihnen Cindy Schmidt und Daniela Dürre,
waren gestern dabei, und heimsten ebenso
wie die Anleiter Klaus-Peter Müller und Hermann Schmidt dickes Lob des
Kreisrats ein.
Das Projekt gilt als Erfolg, weil 70 Prozent der angelernten Jugendlichen
in eine feste Anstellung vermittelt werden
konnten. Zudem entstehen sinnvolle Arbeitsergebnisse.
So soll der Radweg
nicht nur zur Eröffnung mit
anschließender Grillparty von Radfahrern bevölkert sein, weil beide
Gemeinderäte sich einen Spaß daraus machten,
zu dem Termin zu radeln.
Hillerses Bürgermeister Detlef Tanke (SPD)
verwies darauf, dass die Kommunen schon
längst eine Fahrradverbindung angestrebt hätten. "Es ist ein lang
gehegter Wunsch. Außerdem ist es sinnvoll, wenn
man kurze Wege hat." Die ersten Hillerser Schüler der Leiferder
Orientierungsstufe hätten die neue Strecke bereits
genutzt, wusste Tanke zu berichten.
Die Sachkosten von 20 000 Mark - Hillerse hatte wegen der längeren
Strecke den weitaus größten Teil zu tragen -
seien also gut angelegt. Die Personalkosten übernahm vollständig das
Arbeitsamt.
Erster Kreisrat Gero Wangerin freute sich, das Radwegenetz im Landkreis
wieder um eine Masche enger geknüpft zu
haben.
Quelle: Braunschweiger-Zeitung vom 31.05.2000