Hillerse (kn). Wie viel Sinn macht es, in Hillerse Tempo 30-Zonen
einzurichten? Diese Frage diskutierte der
Gemeinderat am Donnerstag. Mit knapper Mehrheit entschieden die
Mitglieder schließlich, die Verwaltung mit der
Planung für drei Zonen zu beauftragen.
"Ohne bauliche Veränderungen lehnen wir diese Tempo-30-Zonen ab", sagte
Bärbel von Köckritz-Asche (CDU). Es
sei sicher, dass kein Autofahrer nur auf Grund der Schilder den Fuß vom
Gas nehmen würde. Karsten Dürkop (SPD)
vermutete dagegen: "Wo man 50 Stundenkilometer fahren darf, fahren die
Leute 70. Vielleicht fahren sie ja nur noch
40 oder auch 50, wenn 30 erlaubt sind."
Zügig brachte der Gemeinderat dagegen die Umgestaltung des Dorfplatzes Am
Brink (AZ berichtete) auf den Weg,
das entsprechende Geld warte bereits. Auch der Straßenausbau
des Triftweges wurde akzeptiert. Von den geschätzten 70.000
Mark Kosten tragen 90 Prozent die
Anwohner. Im Bebauungsplangebiet Ackern II soll der Torfkoppelweg
ausgebaut werden.
Für die Jahresrechnung 1999 erteilten die Ratsmitglieder Gemeindedirektor
Heinrich Wrede einstimmig Entlastung.
Bei einer Enthaltung stimmten sie für die Neufassung der
Hundesteuersatzung. Danach wird zum Beispiel die
Zwingersteuer und die damit zusammen hängende Ermäßigung abgeschafft. Für
die neue Satzung zur Anpassung
örtlicher Satzungen an den Euro versicherte Wrede: "Wir haben immer zu
Gunsten der Bürger entschieden."
Karlheinz Peters, (SPD) kündigte an, das Heim des TSV Hillerse
mit einer Solaranlage auszustatten. So soll
jährlich rund ein Viertel (1200 Mark) der Energiekosten eingespart werden.