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Im Radio zu hören: Geschichten aus der Geschichte Hillerses

Projekt mit Gemeinde, Okerwelle und Medienwerkstatt Schwülper

Hillerse (le). Wie war das eigentlich damals, vor 40, 50 und 60 Jahren? Antworten auf diese Frage füllen ganze Bücherregale. Selten aber sind die Geschichten aus der Geschichte zu hören. Hillerse will dies nun ändern: Gemeinsam mit Radio Okerwelle und der Medienwerkstatt Schwülper startet jetzt das Projekt "Zeitzeugenbefragung in Hillerse".

Aus einem losen Gespräch entwickelte sich eine Idee die Schule machen könnte: "Wir planen eine 55-minütige Reportage, in der Zeitzeugen aus dem Alltag vor, während und nach dem Krieg erzählen", sagt Juliane Delkeskamp.

Denn: "Radio" ist die Journalistin überzeugt, "bietet günstigste Möglichkeiten, um Wissen zu sichern." Beim Hillerser Arbeitskreis "Dorfchronik" rennt Delkeskamp damit offene Türen ein. "Seit einem Jahr arbeiten wir daran, die Geschichte unseres Dorfes aufzuarbeiten", erzählt Bärbel von Kökritz-Asche, die mit Karl-Heinz Peters und Bürgermeister Detlef Tanke von Seiten der Gemeinde am Arbeitskreis beteiligt ist. Noch in diesem Jahr soll aus den Recherechen ein Buch entstehen.

Die Audio-Dokumentation ist die perfekte Ergänzung, davon sind alle überzeugt Doch vor Sendetermin, der für Ende November angepeilt ist, steht viel Arbeit "Geplant sind drei Wochenendseminare, in denen die Teilnehmer radiojournalistische Grundlagen lernen, die Technik und natürlich Interviews zu führen", erklärt Delkeskamp.

Als Traumkandidaten schweben den Organisatoren Jugendliche und junge Erwachsene vor. "Auch um eine Brücke zwischen den Generationen zu schlagen", betont Tanke. Delkeskamp hofft ebenfalls auf "Betreuer aus der offenen Jugendarbeit, denn sie könnten vielleicht später die Befragungen fortführen".

Möglicherweise könnte das 6000-Mark-Projekt auch in Serie gehen - mit Reportagen aus anderen Orten. "Der Gedanke ist verlockend", gibt Delkeskamp lächelnd zu, will sich aber erstmal auf Hillerse konzentrieren. Und das heißt auch Sponsorensuche. Die Gemeinde und die Landesgemeinschaft Niedersaächsische Landjugend geben zwar große Zuschüsse, dennoch ist Geld gefragt "Dann könnte man nämlich auch CDs produzieren."

Weitere Infos bei Bärbel von Köckritz-Asche (Tel.(05373/7444) oder Karl-Heinz Peters (Tel. 05373/50276).

Quelle: Aller-Zeitung vom 12.04.2000

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