Startseite Allgemeine Informationen Infos rund um Kinder Sicherheitstraining für Kinder

zurück weiter nach oben Inhaltsverzeichnis und Impressum
Hillerse Homepage Sicherheitstraining für Kinder

HILLERSE / Sicherheitstraining mit Karsten Wrede und Kathrin Burek soll gegen Angreifer stark machen

Keine Chance: Niedliche Hasen beeindrucken die Kinder nicht

Selbstverteidigung für Kinder Hillerse (kos). Die Kinder beobachten Karsten Wrede genau. Ihre Blicke folgen jeder Bewegung. Die meisten bemerken den Fehler sofort und rufen durcheinander: "Du hast sie nicht im Auge behalten." Sie ist Wredes Assistentin Kathrin Burek. Und ihr ist das gelungen, was Wrede mit seinem Projekt Safety-Kids verhindern will: Das Kinder auf der Straße von Fremden angesprochen werden und mit ihnen gehen.
Der Vorfall vor zwei Jahren erschreckte viele Eltern. "Ein Kind ist hier im Ort auf der Straße angesprochen worden", erzählt Heidi Neuendorf, stellvertretende Elternvertreterin des St. Viti-Kindergartens.

Selbstvertrauen stärken

Karsten Wrede aus Wolfenbüttel soll dafür sorgen, dass so etwas nie wieder geschieht. Und das macht er, indem er eine Stunde lang den Hillerser Kindergarten- und Grundschulkindern zeigt, wie man sich verhalten muss, wenn Fremde versuchen, mit Süßigkeiten, Geld oder kleinen niedlichen Hasen zu locken.
In den vier Kursen, die wöchentlich stattfinden, will Wrede das Selbstbewusstsein der Kids stärken. Bei den Fünf- bis Zehnjährigen, die jeden Dienstag im St. Viti-Kindergarten lernen sich zu behaupten, hat er Erfolg. Sie fallen nicht so schnell auf irgendwelche Tricks rein. "Was habe ich falsch gemacht?", fragt der Trainer nach jeder Darstellung. "Du bist stehengeblieben und hast dich auf ein Gespräch eingelassen", fällt Lars Groppe (8) sofort auf. "Genau", freut sich Wrede über die Aufmerksamkeit der Kinder. "Denn wenn ich mit dem Fremden rede, merke ich gar nicht, dass ich mit ihm gehe", erklärt er den Mädchen und Jungen noch einmal. Doch die wissen längst Bescheid.

Situationen durchspielen

Wrede kann machen, was er will: Die Kids passen auf und sie kennen die Regeln. "Sicherheitsabstand einhalten", ruft zum Beispiel Mareike Poser (9). Der Trainer kommt gar nicht dazu, sich von Kathrin Burek schnappen zu lassen. Doch was tun, wenn der Angreifer trotzdem Erfolg hat? Wrede und Burek erdulden viel: Aber die Kinder müssen eben lernen, dass man an den Ohren oder Haaren des Täters kräftig ziehen soll, damit dieser loslässt. Schreien, beißen, mit den Beinen strampeln und sich mit bestimmten Techniken befreien - sämtliche Situationen werden durchgespielt. Das Üben hilft: Den Kindern passieren die Fehler längst nicht mehr.

Quelle: Aller Zeitung vom 22.03.2003

zurück weiter nach oben nach oben Inhaltsverzeichnis und Impressum