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Verkehrsschule mit Pfefferspray
Bus ziehen statt rechnen
Verkehrsschule mit Pfefferspray begeisterte Hillerser Grundschüler
HILLERSE. Verkehrserziehung kann richtig Spaß machen. Absolute Begeisterung herrschte bei den Grundschülern beim Verkehrssicherheitstag am Mittwoch vor allem über die Busschule.
Vierzig Kinder schafften es, den Zwölftonner zu ziehen. "Das soll zeigen, wie schwer so ein Fahrzeug ist", erklärte Busfahrer Gerhard Wolf von der Firma Broders. Ein weiterer Höhepunkt aus Schülersicht: Als das Transportvehikel einen mit Wasser gefüllten Kanister mit seinem Gewicht wie geplant zum Platzen brachte, wurde Lehrerin Bärbel von Köckritz-Asche nass.
Die Kräfte des Busses direkt zu spüren bekamen die Schüler bei zwei Vollbremsungen mit zehn und 25 Kilometern pro Stunde. Ein Schulranzen flog in der Mitte des Busses gleich sechs Meter weit. Das beeindruckte besonderes Adrian Hippe aus der Klasse 3 a und Isabo Hübner (3c).
Wo man an einer Haltestelle nicht stehen darf, wurde für Lara Kaune (3a) an den Pilonen deutlich, die der Bus erwischte.
Tatjana Kobelke und Alina Siemsen (3 c) fanden das korrekte Einsteigen in den Bus statt drängeln ganz angenehm.
Dass der Busfahrer die Schüler nicht ärgern will, wenn er mal etwas sagt, verstand Tessa Reinecke (3 c). "Wir dürfen uns nicht hinstellen oder aufstehen während der Fahrt", berichteten Jennifer Kamphenkel (3 c) und Juliane Conrad (3 a).
"Wir erhoffen uns langfristig mehr Disziplin im Interesse der Sicherheit für unsere Fahrgäste, noch weniger Verletzungen und auch weniger Vandalismus", erklärte Stephan Blum von der Verkehrsgesellschaft VLG, der Schulleiterin Rienelt Walkhoff zur Nachbereitung eine Videokassette und Informationsmaterial überreichte. Für die ersten und vierten Klassen kommt die kostenlose Busschule in zwei Wochen noch einmal vorbei.
Beeindruckend fand Julia Dorner aus der Klasse 2 b das Pfefferspray der Polizei. Nicht, dass die Beamten aus Meinersen es ausprobiert hätten, aber alleine die Vorstellung war faszinierend.
Daneben gab es Einblicke in Fahrzeuge der Polizei und die Arbeit der Leitstelle Meinersen. Die Beamten kontrollierten Fahrräder und Helme und beaufsichtigten einen Verkehrsicherheitsparcours.
Die Erstklässler durften einen Rollbrettführerschein ablegen.
ohs
Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 02.05.2003