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Kinder sollen Spielgeräte aussuchen

Samtgemeinde lädt zum Vor-Ort-Termin auf den Hillerser Spielplatz ? Arbeitsgruppen sollen Wünsche umsetzen

Von Enno Brendgens
HILLERSE. Die Samtgemeinde Meinersen geht bei der Spielplatz-Sanierung neue Wege. Kinder, Jugendliche und auch Eltern sollen in Zukunft mitbestimmen, welche Spielgeräte aufgestellt werden.

Ein reines Vorlegen eines Wunschzettels soll es aber nicht werden. Nach Auskunft von Monika Hecker, bei der Samtgemeinde für die Spielplätze zuständig, sollen sich Arbeitsgruppen bilden, die jeweils eine Art Patenschaft für ein Spielgerät übernehmen.
Zwei Beispiele:
Kinder hätten gerne eine neue Rutsche - gemeinsam mit den zuständigen Stellen stimmen sie ab, welches Modell und welche Farbe es sein soll.
Jugendliche wollen einen Bolzplatz am Rand des Spielplatzes. Sie erklären, wie sie sich Spielfeld und Tore vorstellen.
Die Kinder sollen mit einbezogen werden, so wird ein Spielplatz natürlich auch viel besser angenommen, erklärt Hecker. Durch die Sozialraumanalyse, die seit vergangener Woche vorliegt, hat sich ergeben, dass es nicht zwangsläufig die teuren Geräte sind, die sich die Kinder wünschen.
Interessant ist schon, wie genügsam die Wünsche der Kinder sind und wie viel Wert sie besonders auf Bäume und Büsche legen, heißt es in den Ergebnissen der Studie.
Was auch gut ankommt: Höhlen, Wasser zum Manschen, Gelände zum Verstecken, Möglichkeiten zum Klettern. Gestern sollten Kinder, Jugendliche und Eltern aus Hillerse in die Planung für eine mögliche Spielplatz-Umgestaltung mit einbezogen werden, Arbeitsgruppen für Geräte sollten sich bilden.
Schade nur: Zu einem Vor-Ort-Termin mit Monika Hecker und Jugendpflegerin Astrid Wollny-Kähler waren nur eine Mutter mit ihrem Kind, ein weiterer Bürger sowie CDU-Bürgermeisterkandidat Christian Jacobi erschienen.
Vielleicht sind viele Hillerser in den Skiferien, wurde gemutmaßt.
Den nächsten Vor-Ort-Termin soll es in sechs Wochen geben; auch dann sollen wieder Eltern und Kinder eingeladen werden. Dann könnten sich Arbeitsgruppen bilden. Fest steht schon jetzt, dass auf diesem Spielplatz die Pfosten an einem Spielhaus mit zwei Rutschen und einer Kletter-Rampe saniert werden. Eine Wippe wird wieder aufgebaut, eine Seilbahn, die mehrfach Ziel von Vandalismus wurde, soll wieder einen Sitz erhalten.
Auch über neue Bänke könne nachgedacht werden.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 04.04.2006

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