Startseite Kirchengemeine Hillerse Was tun, wenn die Heizung ausfällt ?

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Kirchengemeinde Hillerse Homepage Dank eines findigen Monteurs müssen Täuflinge nicht frieren

Didderse (jr). Was tun, wenn eine Taufe ansteht und die Heizung in der Kirche ausfällt?
Man ruft einen findigen Monteur, der kurzerhand einen alten Waschmaschinen-Motor einbaut, damit die Täuflinge nicht frieren müssen. So geschehen am Wochenende in Didderse.

"Wir haben schon länger Ärger mit der Heizung", weiß Pastor Georg Julius zu berichten. Am Sonnabend morgen war es schließlich so weit, dass sie völlig den Dienst verweigerte. "Dabei standen Taufen an und am Sonntag eine Trauung", so Julius.
Ein Hilferuf in Richtung Tietje Haustechnik in Hillerse wurde entsandt. Woraufhin Kundendienst-Techniker Michael Grotewold kam und sah, dass mit dem Gebläse-Motor für die Warmluft-Zufuhr ins Kirchenschiff kein Staat mehr zu machen war.

"Auf die Schnelle war es unmöglich, dafür ein Ersatzteil zu bekommen", erzählt der 39-Jährige. Aber geholfen werden musste, das war klar. "Ein Motor ist ein Motor, hab ich mir also gesagt und dann ein bisschen überlegt." Die Lösung kam Grotewold schließlich in den Sinn in Form eines alten Elektromotors, den er vor Jahren mal aus einer kaputten Privileg-Waschmaschine ausgebaut hatte.

Gedacht, getan. Grotewold holte den Antrieb von Zuhause, baute ihn ein und passte ihn an die Ölheizung der Kirche an. "Die Drehzahl muss stimmen. Und wegen der Orgel darf das Kircheninnere maximal um zwei Grad pro Stunde erwärmt werden", sagt Grotewold.

Nach zweieinhalb Stunden war es vollbracht und warme Luft wurde wieder ins Gotteshaus gepustet. "11,2 Grad hatten wir dann bei der Taufe. Aber bei der Trauung war es schön warm", schmunzelt Julius, der ebenso wie die Täuflinge und deren Angehörige die Angelegenheit mit Humor und Fassung trug.
Wie lange das Waschmaschinen-Provisorium Bestand haben wird, ist ungewiss. Eine grobe Schätzung hat Michael Grotewold parat: "Vielleicht hält der Motor noch zwei Tage. Oder zehn Jahre."

Quelle: Aller Zeitung vom 14.03.2005

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