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Gemeinsamer Pastor für Hillerse und Leiferde

Von Enno Brendgens
LEIFERDE. Ein Pastor für Leiferde und Hillerse zusammen? Mittelfristig sei dies durchaus möglich, erklärte Stephan Eimterbäumer vom Kirchenkreis Gifhorn gegenüber der Rundschau. Derzeit laufen Gespräche über Personaleinsparungen, die es bei der Kirche ab dem Jahr 2009 geben könnte. Alles weitere sei aber reine Spekulation. Konkrete Vorstellungen gebe es noch nicht. Bis Februar sollen Kirchenkreis, Pastoren und Kirchenvorstände diskutieren, wie man Personal einsparen kann.
Auf keinen Fall hätten diese Diskussionen aber einen Einfluss auf die neu zu besetzende Pastorenstelle in Leiferde, die es durch den Wechsel von Pastor Klaus Pohl nach Meine gegeben hat (Rundschau berichtete mehrfach und exklusiv).
Denkbar seien laut Eimterbäumer zwei Möglichkeiten, wie man das Personal reduzieren könnte.
Vergrößerung der Gemeinden.
Bei einem neuen Zuschnitt der Pfarr-Bereiche würden Pastoren und Diakone mehr Kirchen betreuen als bisher. In Hillerse betreuen Pastor Georg Julius und seine Frau schon jetzt die Kirchen in Hillerse und Didderse. Sollte dieses Modell umgesetzt werden, könnte es tatsächlich zu einer Zusammenlegung der Gemeinden Hillerse und Leiferde kommen.
Reduzierung der Diakon-Stellen.
Für dieses Modell würden die Pastoren Aufgaben der Diakone - Jugendarbeit, Krankenbesuche, Organisation in der Gemeinde - übernehmen. Die Diakon-Stellen würden wegrationalisiert. Schon seit Jahren diskutieren die Kirchen über Personal-Abbau und eine Zusammenlegung von Pfarrstellen. Dabei bereiten in den vergangenen Jahren nicht mehr Kirchenaustritte die größten Sorgen sondern fehlende Kirchensteuer-Einnahmen durch eine immer kleiner werdende Zahl an Beschäftigten, die Einkommensteuer zahlen. Rentner und Arbeitslose etwa zahlen keine Einkommensteuer - und damit auch keine Kirchensteuer.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 20.09.2006

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