 Spielbühne Hillerse |
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Schmerzen vergessen: Wer dabei ist taucht in eine andere Welt ein
HILLERSE / Die Spielbühne besteht seit 1984 und präsentiert in diesem Jahr das
Stück "Die Eisfee"
Hillerse (hik). Am Anfang stand die Idee, gemeinsam Theater zu spielen.
Sie wurde Realität. 22 Jahre zogen ins Land. Die Akteure der Spielbühne Hillerse
nutzten sie seit 1984 nahezu ununterbrochen, um Jahr für Jahr ein Theaterstück für
Kinder oder Erwachsene aufzuführen. in diesem Jahr zeigen sie "Die Eisfee".
Regisseurin Regine Michels gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Spielbühne,
die fester Bestandteil im kulturellen Leben des Ortes ist. "Am Totensonntags-Wochende wird das
Stück aufgeführt", erzählt sie. "Die Kinder langweilen sich sonst ohne Ende und ein
Theaterstück ist ja keine Tanzveranstaltung".
Jedes Stück wird von den Laienschauspielern "selbst geschrieben und inszeniert".
Anhand eines roten Fadens wird überlegt, ob alles technisch durchführbar ist, ob Zeit,
Kosten, Bühnenbild passen. Kurz: "Ob wir das ganze Ding durchziehen können".
Manchmal greifen die Akteure auch auf den Fundus zurück.
So diente der Brunnen schon als Tor, Backofen oder Hauseingang. Passt alles, "schreiben wir die Geschichte".
"Die Eisfee" ist ein Märchen nicht nur für Kinder:
Paul möchte Schlitten fahren, aber der Schnee fehlt, weil die Eisfee schläft.
Er will sie wecken. Schneemann, Hase, Pinguin weisen ihm den Weg. Ob Paul sein Ziel erreicht, zeigt
sich am Wochenende 25./26. November, jeweils von 16 Uhr an im Hillerser Hof.
Die 220 Sitzplätze waren bei den vorigen Aufführungen stets komplett besetzt.
Michels freut sich auch auf das kommende Jahr: "Dann bringen wir wohl ein Stück für
Erwachsene auf die Bühne". Dabei wird häufig "das ganze Dorf auf die Schippe genommen",
so mancher Ratsherr findet sich namentlich wieder.
Von Beginn an zählt ein fester Stamm von Akteuren zur Bühne, Michels gehört dazu:
"Wenn die dunkle Jahreszeit beginnt, treffen wir uns. Und wer dabei ist, vergisst das Zwicken im
Rücken oder die Kopfschmerzen und taucht ein in eine andere Welt."
Quelle: Aller Zeitung vom 07.11.2006