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Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 12.09.2000

Wo die Concorde noch fliegt

Modellflugtag in Hillerse: Rund 4000 Besucher erlebten Moderne und Nostalgie, Jets und Propellermaschinen

HILLERSE (el) Auch wenn sich die Ausrichter des Modellflugtags in Hillerse sicherlich über das schöne Wetter am Sonntag freuten, störte der helle Sonnenschein beim Beobachten der Kunstflieger fast. Besucher, die ihre Sonnenbrille längst weggepackt hatten, waren geblendet, und es machte ihnen etwas Mühe, die teils waghalsigen Flüge genauer zu verfolgen.

Die Modellflugsparte des TSV Hillerse lockte wieder rund 4000 Gäste aus dem gesamten Landkreis auf den großen Flugplatz. Schon am Samstag hatten sich Trainingsflieger aus dem Verein, den umliegenden Dörfern sowie rund 80 Gastpiloten aus dem ganzen Bundesgebiet mit den Gegebenheiten in Hillerse vertraut gemacht. Und vom Oldtimer über Hubschraubermodelle bis hin zu modernen strahlgetriebenen Jets war alles vertreten - etwa 120 Modellflugzeuge erfreuten die Herzen der Anhänger.

"Für die meisten originalgetreu nachgebauten Modelle waren mehrere hundert Stunden Arbeit nötig", berichtete Spartenleiter Dietmar Kähler. Stolz stellten die Besitzer hinter einem hohen Sicherheitszaun ihre blank geputzten Flieger aus: Airliner, Doppeldecker, KampfJets aus den beiden Weltkriegen und Kunstflugzeuge. Aber auch kleine, meist bunte "Spaßmodelle" aus Styropor, die nur bei wenig Wind starten können, wurden bis Sonntag präsentiert. Und wer noch eine Concorde im Flug sehen wollte kam am Wochenende in Hillerse auf seinem Kosten.

Einen "infernalischen Lärm, der noch in zehn Kilometem Entfernung zu hören ist", sagte Kähler, verursachte,der Nachbau einer Delta-Maschine. Mit rund 400 Kilometern in der Stunde war das dreieckige Modell, das mit Pressluft und einem Gummiseil abgeschossen wurde, während der Flugschau eines der schnellsten. Aufgrund der Geräusche und auch wegen des Kerosingeruchs kam sich der TSV Spartenleiter "wie auf einem richtigen Flugplatz" vor. Zwar glückten die Starts, Landungen, Loopings, Rollen, Messer- und Trudelflüge nicht immer, aber dem Publikum schien das nichts auszumachen. Nach kleinen Unglücken hatten die Piloten, von denen manche im Beruf Flugzeugführer sind, nur kleine Reparaturen zu erledigen.


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