Modellflugtag in Hillerse: Rund 4000 Besucher erlebten Moderne und Nostalgie, Jets und
Propellermaschinen
HILLERSE (el) Auch wenn sich die Ausrichter des Modellflugtags in Hillerse
sicherlich über das schöne
Wetter am
Sonntag freuten, störte der helle Sonnenschein beim Beobachten der Kunstflieger fast.
Besucher, die ihre
Sonnenbrille längst weggepackt hatten, waren geblendet, und es machte ihnen
etwas Mühe, die teils
waghalsigen
Flüge genauer zu verfolgen.
Die Modellflugsparte des TSV Hillerse lockte wieder rund 4000 Gäste
aus dem gesamten Landkreis auf den großen
Flugplatz. Schon am Samstag hatten sich Trainingsflieger aus dem Verein,
den umliegenden Dörfern sowie rund 80
Gastpiloten aus dem ganzen Bundesgebiet mit den Gegebenheiten in Hillerse vertraut gemacht.
Und vom Oldtimer
über Hubschraubermodelle bis hin zu modernen strahlgetriebenen Jets war alles vertreten -
etwa 120 Modellflugzeuge
erfreuten die Herzen der Anhänger.
"Für die meisten originalgetreu nachgebauten Modelle waren mehrere
hundert Stunden Arbeit nötig",
berichtete
Spartenleiter Dietmar Kähler. Stolz stellten die Besitzer hinter
einem hohen Sicherheitszaun ihre
blank geputzten Flieger aus:
Airliner, Doppeldecker, KampfJets aus den beiden
Weltkriegen und Kunstflugzeuge.
Aber auch
kleine, meist bunte "Spaßmodelle" aus Styropor,
die nur bei wenig Wind starten können, wurden bis Sonntag
präsentiert. Und wer noch eine Concorde im Flug sehen wollte
kam am Wochenende in Hillerse auf
seinem Kosten.
Einen "infernalischen Lärm, der noch in zehn Kilometem Entfernung zu hören ist", sagte Kähler,
verursachte,der
Nachbau einer Delta-Maschine.
Mit rund 400 Kilometern in der Stunde war das dreieckige Modell, das
mit Pressluft
und einem Gummiseil abgeschossen wurde,
während der Flugschau eines der schnellsten.
Aufgrund der Geräusche
und auch wegen des
Kerosingeruchs kam sich der TSV Spartenleiter
"wie auf einem richtigen Flugplatz" vor. Zwar glückten
die Starts,
Landungen, Loopings, Rollen, Messer- und Trudelflüge nicht immer,
aber dem Publikum schien das nichts
auszumachen.
Nach kleinen Unglücken hatten die Piloten,
von denen manche im Beruf Flugzeugführer
sind, nur
kleine Reparaturen zu erledigen.