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"Hillerser Fly In"

Zum Wochenende 11./12.9.1999: Quelle: Braunschweiger Zeitung

Pilot Steffen Leuer ist sein eigenes Bodenpersonal.
Der Braunschweiger schiebt seine Piper LH4 "Grasshopper" aus dem Hangar auf das Waggumer Flugfeld in Positur.
Für den zweiten Hingucker, eine knallrote Beecheraft D17S "Staggerwing", auch aus dem Jahr 1943, braucht es einen umgebauten Rasenmäher, um die fast zwei Tonnen materialisierte Fliegerromantik auf dem holprigen Grasboden zu bugsieren.

Die beiden Klassiker sind startklar für den kommenden Sonntag, wenn sie den Flugtag der Modellflugsparte des TSV Hillerse (Landkreis Gifhorn)- zieren.

Dort stellen von 13 Uhr an 80 Piloten aus dem gesamten Bundesgebiet originalgetreue Nachbauten solch fliegerischer Meilensteine ebenso aus wie jüngste Höhenflüge der Flugtechnik, etwa rasend schnelle Turbinenflieger.
Weil die "Grasshopper" nach einigen Flugvorführungen sogar landet, bieten sich Vergleiche zwischen Original und Modell geradezu an. Hat der Nachbau auch den feinen Propeller aus Eschenholz, die Invasionsstreifen der 8. US-Airforce?

Blickfänge unter den Modellen werden auch die Etrich-Taube und die Me 109 sein, ein mehr als 20 Kilo schweres Großmodell, verspricht Birgit Schweitzer vom Spartenvorstand.
Zum stillen Vergnügen des Betrachtens kommen jede Menge spektakuläre Aktionen: Die Modellflieger werfen Bonbons über den Zuschauern ab, von denen mindestens 3500 erwartet werden, sie starten zum Ballonstechen und zur sogenannten Fuchsjagd.

Auch für die Kinder geht es in die Luft: Sie können Luftballons zum Weitflugwettbewerb steigen lassen. Die Modellflieger selber treffen sich bereits ab Freitagabend in Hillerse. Nach einer Zeitdisco im Camp ist am Sonnabend freies Fliegen angesetzt, bevor am Sonntag strenge Flugdisziplin gilt.

Nicht, dass die flotten Flitzer den antfliegenden Doppeldeckern in die Quere kommen.


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